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Ein Großbetrieb und viele Selbstvermarkter

Lehrfahrt nach Thüringen 2013

von Lutz Gießler und Martin Schieber

 

Am Samstag, den 4. Mai ging es auf der A9 in Richtung Thüringen, nachdem Günter Zill mit seinem Kleinbus alle Teilnehmer in ganz Mittelfranken eingesammelt hatte. Erster Vorsitzender Johannes Maibom hatte in Zusammenarbeit mit Regina Brückner vom Landesverband Thüringer Ziegenzüchter ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das in viele Winkel des Freistaats Thüringen führte.

Das erste Ziel, gleichzeitig der größte besichtigte Betrieb, war die Gleistal-Mutterkuhhaltungs GmbH in Golmsdorf. Dieser ehemalige Milchkuh-Betrieb stellte 1999 auf Ziegenhaltung um. Heute leben dort rund 1.900 Weiße Deutsche Edelziegen - Mutterziegen, Böcke und Zicklein. Der Betrieb liefert seine Milch an die Altenburger Molkerei, deren Produkte auch in Mittelfranken in Supermarktregalen erhältlich sind.

 

                         

 

 

Foto : Großaufnahme Stall und Zicklein in der Box

 

Weiter ging es nach Ziegelheim zu den Anglo-Nubier-Ziegen von Robert Taubert, der seit zehn Jahren diese guten Milchlieferanten hält, die noch immer eine seltene Rasse sind. Die Milch wird für die hauseigene Käseproduktion und auch für die Kreation von außergewöhnlichen Ziegenmilch-Seifen verwendet.

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Foto  Weide mit Zicklein und Seifen aus Ziegenmilch

 

Letzte Station am Samstag war der Betrieb von Stefanie Eberhardt in Eichelborn. Die Franken waren begeistert von ihren Ziegenfrischkäse-Ideen, etwa die mit Limette und Schokolade verfeinerten Frischkäse-Kugeln, die bewiesen, dass Ziegenprodukte auch für die Liebhaber von Süßem Überraschungen bereithalten. Neben der Selbstvermarktung beliefert sie auch den zuerst besuchten Großbetrieb mit ihrer Nachzucht an Zicklein.

 

                        

 

Foto Brotzeit und Sicherheitsvorkehrung an den Hörnern

 

Nach diesen reichhaltigen Eindrücken fuhr die Gruppe weiter in die Landeshauptstadt Erfurt, wo die Hotelzimmer bezogen wurden. Ein gemeinsames Abendessen und eine Stadtführung rundeten den Tag ab.

 

                       

 

 

Foto Erfurt bei Nacht und Johannes als Laternenträger

 

Auf dem Ziegenhof Peter in Greußen stieß die Reisegruppe endlich auf die Thüringer Ziegenrasse, die Thüringer Waldzeige.  Doch nicht nur die etwa einhundert Tiere beeindruckten, sondern auch das Anwesen: Eine 500 Jahre alte Mühle, die die Familie vor 15 Jahren erworben hatte und in langer Arbeit hergerichtet hat. Die Thüringer Waldziegen des Betriebs werden im Herdbuch geführt und sind somit mit den Beständen anderer Züchter vernetzt.

 

          

 

 

Foto Riesiger Laufstall und  Zicklein Station

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Bei bestem Ausflugswetter steuerte man am Sonntag Mittag die Ziegenalm Sophienhof  mit ihren Bunten Deutschen Edelziegen an. Das dortige Konzept setzt seit 1992 ganzheitlich auf Direktvermarktung: Die Produkte der Ziegen, Schafe und Rinder werden in der eigenen Gastronomie an die Verbraucher gebracht - von der Qualität konnten sich die fränkischen Ziegenzüchter beim Mittagessen überzeugen. Der Sophienhof ist als Ausflugsziel in der Region beliebt und bietet auch Urlaubern Ferienwohnungen für einen längeren Aufenthalt. Das Wetter war inzwischen so gut geworden, dass sich einige der Teilnehmer neben den interessanten Eindrücken auch einen Sonnenbrand als Andenken mitnahmen ...

 

 

         

 

Foto Neugierige Zicklein und Ausflugsgebäude

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Die Burenziegenzüchter unter den Teilnehmern waren nun gespannt auf den letzten Hof, der in Neustadt/Harz angesteuert wurde. Dort züchten Hartmut und Doris Scharfe Burenziegen. Scharfe hatte schon seit seiner Kindheit - also noch zu Zeiten der DDR - Ziegen. Nach der Wende konnte er den Hof vergrößern und entschloss sich dann, Burenziegen zu züchten.

 

 

          

 

Foto Burenzüchter Scharfe und viele Buren

 

Vom Rand des Harz, ganz im Nordosten Thüringens, warteten an Sonntag Abend wieder einige hundert Autobahnkilometer auf die Reisenden. Auch diese wurden bestens absolviert, so dass man mit reichen Eindrücken nach Hause zurückkam. Der Dank der Teilnehmer galt zum einen Frau Brückner für die Zusammenstellung der besuchten Betriebe und für die Begleitung dorthin, dann Johannes Maibom für die Organisation und nicht zuletzt für den unermühlichen Chauffeur Günther Zill. So bleibt zum Schluss die spannende Frage: Wohin geht es im Frühjahr 2014?

Ziegenzuchtvereinigung Mittelfranken | Info@Reuthwind.de