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Interview mit dem Preisrichter Matthias Frei, St. Gallen/Schweiz

Die Fragen stellten Lutz Gießler und Martin Schieber während der 22. Fränkischen Ziegenschau in Bad Windsheim am 01. September 2013.

 

Matthias Frei verschaffte sich vor dem Preisrichten einen Überblick über die ausgestellten Geißen.

 

Herr Frei, Sie nehmen schon zum zweiten Mal – nach der Jubiläumsschau 2011 – die Aufgabe des Preisrichters in Mittelfranken wahr. Was sagen Sie zu unseren fränkischen Ziegen?

M.F.: Die Qualität der Tiere ist durchweg so gut, dass nur kleinste Nuancen den Unterschied machen, die selbst die Züchter kaum wahrnehmen. So sieht man bei den ausgestellten Burenziegen kein einziges schlechtes Tier. Für die Preisrichter ist es das Schwierigste, aus den vielen guten Tieren das Siegertier herauszufinden. Die Qualität bei den Burenziegen ist hier in Franken besser als bei uns in der Schweiz. Was mich natürlich freut, ist, dass es auf dieser Schau so viele Pfauenziegen gibt, die ja vor wenigen Jahren noch vom Aussterben bedroht waren. Aber das wichtigste ist die Vielfalt, und auch die klassischen Milchrassen der Weißen und Bunten Deutschen Edelziege sollten wir nicht außer Acht lassen.

In der Schweiz heißen die Preisrichter „Experten“. Wie kam es, dass Sie zum Ziegenexperten wurden?

M.F.: Ich war eigentlich zunächst Geflügelexperte, und das insgesamt 30 Jahre lang. Seit 1968 bin ich aber auch Ziegenhalter, zunächst mit Toggenburgern, heute mit Gemsfarbigen. Es gab dann damals zu wenige Ziegenexperten bei uns im Kanton St. Gallen, da man die Schaf- und Ziegenexperten getrennt hat. So habe ich mich entschlossen, den Kurs zu machen. Wenn ich was mache, dann will ich es richtig machen. Also habe ich mich intensiv mit den einzelnen Rassen beschäftigt und bin tief in die Materie der Ziegenzucht eingestiegen. Jetzt, 2013, wurde ich 65 Jahre alt. Damit habe ich die Altersgrenze erreicht, die in der Schweiz für die Experten gilt, und ich beende zum Jahresende diesen Dienst.

Dann war die Schau in Bad Windsheim einer Ihrer letzten Einsätze. Vielen Dank auch dafür! Wie sieht es denn mit dem Nachwuchs in der Schweiz aus?

M.F.: Die Expertenkurse werden ausgeschrieben, und die Zuchtvereine oder Zuchtgenossenschaften können geeignete Personen melden. Diese werden dann in einem Dreitageskurs in Theorie und Praxis unterrichtet und legen am Schluss eine Prüfung ab. Die Ausbildung dieser Jungexperten liegt in der Hand von 17 Verbandsexperten. Wir bemühen uns auch ständig um die Weiterbildung - von uns selbst und von den Jungexperten ebenso.

Und wie steht es in der Schweiz allgemein um die Ziegenzucht?

Ich würde sagen, stabil mit leichter Tendenz nach oben. Die Krise durch CAE haben wir glücklicherweise überwunden.

Vielen Dank für das Interview!

 

 

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Ziegenzuchtvereinigung Mittelfranken | Info@Reuthwind.de