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6.Januar, Dreikönigstag 

Traditionell werden am Dreikönigstag - oder wie die offizielle Bezeichnung lautet an Erscheinung des Herrn - in der katholischen Liturgie beim Festgottesdienst Weihrauch, Wasser, Salz und Kreide geweiht. Sie werden nach altem Brauch anschließend zur Segnung der Ställe verwendet: In einer Räucherpfanne wird der Weihrauch auf glühende Kohle gestreut, und nun wird mit dem Räucherwerk durch die Ställe gegangen und für das Wohlergehen des Viehs gebetet. Mit der Kreide wird an die Türen der Segenswunsch "20 + C + M + B + 13" angeschrieben. Die aktuelle Jahreszahl flankiert die Akürzung CMB, die für den lateinischen Satz "Christus mansionem benedicat" steht - "Christus segne dieses Haus". Das an Dreikönig geweihte Wasser kann natürlich das ganze Jahr über zur Segnung des Stalles verwendet werden.

 

 

St. Walburga (Walpurgisnacht vom 30. April auf den 1. Mai)

Vielerorts ist es im Banat Brauch, in dieser Nacht Holunderzweige an Haus, Hof und Stall anzustecken, z.B. am Fensterrahmen. Gerade in dieser Nacht sollen ja böse Geister ihr Unwesen treiben, und deren schädlichen Einfluss bannt man mit dem Holunder. Dieser Strauch, von dem sowohl die Blüten als auch die Beeren, aber auch die Rinde und die Blätter vielfältigen Eingang in die Kräutermedizin gefunden haben, gilt als der Sitz der guten Hausgeister. Auch in Bayern war es daher üblich, stets einen Holunder nahe am Haus zu haben.

 

 

Dreifaltigkeitssonntag (Sonntag nach Pfingsten)

Aus dem Banat wird berichtet, dass an diesem Sonntag beim Gottesdienst die traditionelle Salzweihe stattfindet. Das geweihte Salz wird als Heil- und Stärkungsmittel für das Vieh verwendet. So gibt man kranken Tieren eine Prise Salz mit ins Futter und bittet so den dreifaltigen Gott um Hilfe und Beistand. Gleiches gilt für Kühe und Ziegen, denen das Salz nach dem Kalben oder Ablammen zur Stärkung gereicht wird. Dabei handelt es sich nicht um Zauberei, sondern um den Ausdruck tiefer Frömmigkeit, die sich bewusst ist, dass vieles in der Landwirtschaft außerhalb menschlichen Einflusses liegt und der göttliche Beistand immer wichtig ist.

 

 

15. August, Mariae Himmelfahrt

Das alte Marienfest mittem im August erinnert an den Tod der Mutter Jesu. Der Legende nach versammelten sich die Apostel an ihrem Totenbett, und nach ihrem Tod wurde sie vor ihren Augen in den Himmel aufgenommen. Zurück blieben lediglich duftende Kräuter. Daraus entwickelte sich der Brauch, an diesem Fest im Gottesdienst Kräuter zu segnen. Damit rückte das Wissen um die Heilkraft der Kräuter in den Blickpunkt des christlichen Brauchtums. So werden noch heute Kräuterbuschen gebunden, deren Zusammensetzung häufig von Ort zu Ort wechselt. Gemeinsam ist ihnen, dass sie eine "heilige" Anzahl an verschiedenen Kräutern enthalten sollen - also drei, vier, sieben, zwölf oder ein Vielfaches davon. Ebenso typisch ist die Königskerze, die in die Mitte gebunden wird. Der Phantasie bei den weiteren Kräutern ist kaum eine Grenze gesetzt: Johanniskraut, Salbei, Rosmarin, Pfefferminze und so weiter - alle würzenden oder heilenden Pflanzen sind möglich, darunter auch die Rose als Symbol für Maria. Der Kräuterbuschen wird dann im Stall aufgehängt, wo er trocknet. Bei Krankheiten des Viehs wurde früher etwas von den getrockneten Kräutern unters Futter gemischt.

Ziegenzuchtvereinigung Mittelfranken | Info@Reuthwind.de